Energie ist die Grundlage für jeglichen Betrieb – von Fertigungsprozessen zu Anlagen, von Computern zur Beleuchtung. Die Energieerzeugung für den Betrieb von Produktionsanlagen ist einer der größten Kostenfaktoren für Betreiber – in manchen Branchen bis zu 40 %. Und dennoch ist allzu oft niemand auf der Führungsebene damit betraut.

STAT The Other CEO Why Energy Management Belongs in C-Suite.pngEs bringt erhebliche Vorteile, wenn Energiemanagement als Teil der Entscheidungsfindung auf der Vorstandsebene gehandhabt wird. Und auf diese Weise spielt der andere „CEO“ – nämlich der Chief Energy Officer – eine wichtige Rolle für Vorstand, Aktionäre, Vorstandsebene und das Unternehmen insgesamt. Energiemanagement ist und sollte weiterhin eine strategische Priorität für Unternehmen bleiben.

Studien belegen, dass für Energiemanager der Top-Quartil-Performance, ein gut verwaltetes Energiemanagement-Informationssystem (EMIS) Energiekosteneinsparungen von 5 bis 15 Prozent erzielen kann. Dies kann jährlich Millionen von Dollar einsparen. Branchenführende Performer erreichen Jahr für Jahr eine 13-prozentige Reduzierung des Energieverbrauchs und eine 12-prozentige Verbesserung der operativen Gewinnmarge, während Nachzügler unter einer 17-prozentigen Zunahme des Energieverbrauchs und einer 2,5-prozentigen Abnahme der operativen Gewinnmarge leiden.

„Diese Arten von Systemen unterstützen die Energieverwaltung in verschiedenen Anlagen, Gebäuden und andern Energieverbrauchern durch Echtzeit-Informationen“, sagt Barbara Hamilton, Global Program Manager for Energy Solutions bei Emerson Automation Solutions. „Diese rechtzeitige Bewertung des Energieverbrauchs kann intermittierende Muster oder schrittweisen Wandel identifizieren – Gelegenheiten für die Reduzierung des Energieverbrauchs.“Für gewöhnlich werden Energiesysteme auf Anlagenebene verwaltet. Das Unternehmenseigentum an Anlagen wurde jedoch immer wieder durch Akquisitionen erweitert.  Unternehmensweite Managementansätze sind für die verschiedensten Unternehmensbereiche sinnvoll – von der Personal- und Finanzabteilungen bis hin zu Risikomanagement und Arbeitssicherheit. Energiemanagement kann und sollte hier nachziehen.

The Other CEO.pngDer Business Roundtable führte kürzlich eine Studie der unterschiedlichen Energiemanagementansätze durch, um mehr über Energiesysteme und ihre Verbindung zur Vorstandsebene zu erfahren. Diese Studie untersuchte Initiativen, die unter anderem Nachhaltigkeit, Energieeffizienz, herkömmliche Energieerzeugung und erneuerbare Energie umfassten. Sie zitierte Studien der Rockefeller Foundation und des Electric Power Research Institute bzgl. der erheblichen Energieeinsparungen, die durch Nachrüstung zur Energieeffizienz erzielt werden können.  Diese Business Roundtable-Studie stellte außerdem eine Richtlinienempfehlung zusammen, um Innovationen zur Energieeffizienz zu fördern, einschließlich den Forschungsbedarf für rentable Technologien.

Der Einsatz eines EMIS (Energy Management Information System) fördert das Wachstum und macht sich finanziell sowie auch ökologisch bezahlt. Das Energiemanagement über alle Anlagen hinweg kann energiesparendes Verhalten schaffen und unterstützen und auf die gesamte Unternehmenskultur ausdehnen. Durch die Ernennung eines Chief Energy Officers bieten sich Gelegenheiten, um:

  • Energieziele für den Standort zu etablieren und aufrechtzuerhalten
  • Mit der Standort-Energieperformance eine bessere Einsicht zu gewinnen
  • Informationen bezüglich der Energieperformance mit den Hauptbeteiligten zu teilen

„Ein unternehmensweiter Energiemanagementansatz kann zu einer enormen Kapitalrendite führen“, sagt Hamilton.

Eine Papier- und Zellstofffabrik arbeite zum Beispiel mit Emerson zusammen, um ihren Energieverbrauch besser zu verstehen und Wege für die Effizienzsteigerung zu finden. Das Team der Fabrik nutzte die Wireless-Technologie von Emerson und konnte damit den Energieverbrauch reduzieren. Dies führte im ersten Jahr zu einer Einsparung von 350.000 US-Dollar.

Barb Hamilton Pull Quote-Other CEO.pngDurch den Einsatz des „anderen CEO“ ist es möglich, Lösungen für bestehende und potenzielle Energieprobleme zu finden.  Der bevorstehende Weg mag zwar nicht ganz einfach sein, Führungskräfte im Energiemanagement können jedoch erfolgreich für Energiepreiserhöhungen, Umweltvorschriften und eine Reduzierung der Betriebskosten zu planen. Der Energiebeauftragte unterstützt diesen Weg zum besseren Energiemanagement mit einem unternehmensweiten Energiestandard. Die Stärkung der Verbindung zwischen Energiemanagement und der Vorstandsebene über ein unternehmensweites Energiemanagementsystem kann sich positiv auf die Bilanz auswirken, indem Anlagengüter optimiert und Energiekosten eingespart werden.

Besuchen Sie den Emerson Process Experts Blog für zusätzliche Artikel zu Barbara Hamilton, Global Energy Manager bei Emerson.